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  • Als Annuität bezeichnet man die die gleichbleibende monatliche Rate die Sie zur Rückzahlung (Tilgung) Ihres Darlehens bezahlen. Die Annuität setzt sich aus dem Tilgungs- und Zinsanteil zusammen. Durch die laufende Tilgung des Darlehens nimmt der Zinsanteil innerhalb Ihrer Rate stetig ab, in gleichem Maße erhöht sich Ihre Tilgungsleistung.

  • Bei einem Damnum wird nicht die vollständige Kreditsumme vom Kreditgeber an den Kreditnehmer ausbezahlt sondern nur ein Teil; meist bis zu 10% weniger als die Kreditsumme.

    Der Zweck besteht darin, den Sollzins zu verringern. Da aber die volle Kreditsumme zurückbezahlt werden muss und auch die Zinsen auf die volle Summe berechnet werden, ist der Effektivzins höher.

    Vor allem in Niedrigzinszeiten ist ein Damnum daher nicht von Nutzen. Eventuelle steuerliche Vorteile fallen eher bei einer gewerblichen Nutzung oder für Eigentümer, die Ihre Immobilie vermieten, an.

  • Die Darlehensrate ist der Betrag, den der Kreditnehmer regelmäßig (meist monatlich) an den Kreditgeber zahlt und setzt sich aus Zinsen und Tilgungsbetrag zusammen. Je nach Art des Darlehens können die Anteile der Zinsen und der Tilgung festgelegt oder variable sein.

  • Der Privatkredit ist die ideale Möglichkeit, sich unkompliziert und schnell kleine Wünsche, wie eine neue Küche oder auch eine Renovierung, zu erfüllen. Genau wie bei einem klassischen Annuitätendarlehen zahlen Sie monatlich gleichbleibende Raten, die sich aus dem Zinssatz und einem Tilgungsanteil zusammensetzen. Beim Privatkredit bestimmen Sie den Zeitraum, innerhalb welchem Sie das Darlehen vollständig zurückzahlen möchten. Aus dieser Vorgabe ergibt sich dann der notwendige Tilgungsanteil, mit dem das Darlehen über die Laufzeit vollständig zurückgeführt wird. Dabei gilt: Je kürzer der vereinbarte Zeitraum, desto höher der notwendige Tilgungsanteil und damit die monatliche Rate. Umgekehrt sinken aber auch der Zinsaufwand und die damit verbundenen Gesamtkosten der Finanzierung. Sehr häufig wird eine kurze Laufzeit noch zusätzlich mit günstigeren Zinsen belohnt.

  • Restschuld ist der Betrag, der nach Ende der Zinsbindung noch offen ist, also nicht getilgt wurde. Um die Restschuld zu begleichen ist dann meist eine Anschlussfinanzierung notwendig.

  • Der Tilgungsplan ist die Auflistung der einzelnen Darlehensraten und zeigt die jeweiligen Anteile der Zinsen und Tilgung, sowie die Restschuld. Ein Kreditgeber ist gesetzlich verpflichtet, dem Kreditnehmer, einen Tilgungsplan zur Verfügung zu stellen.

    Ein Tilgungsplan kann nur für den Zeitraum in dem ein fester Sollzinssatz gilt, exakt sein. Daher sollte man sich bei Änderungen, bei Tilgungspausen und auch wenn man eine Sondertilgung getätigt hat, einen aktuellen Tilgungsplan erstellen lassen.

  • Von einer Umschuldung spricht man, wenn ein Darlehen durch ein anderes ersetzt wird oder nach Ende der Sollzinsbindung eine Anschlussfinanzierung notwendig wird, um den noch nicht getilgten Betrag zu finanzieren.

    Eine Umschuldung während einer laufenden Sollzinsbindung dient meist dazu, günstigere Zinssätze in Niedrigzinszeiten zu bekommen und damit die Darlehensraten zu reduzieren. Dabei muss natürlich berücksichtig werden, dass eine Kündigung währender der Sollzinsbindung nicht immer so einfach möglich ist oder von dem Darlehensgeber akzeptiert wird.

    Auch können bei einem Darlehenswechsel Kosten anfallen, allen voran die Vorfälligkeitsentschädigung. Die Kosten sollten daher genau gegen die Ersparnisse durch günstigerer Zinsen gerechnet werden. Manchmal werden sie auch von einem neuen Kreditgeber übernommen.

    Ist die Sollzinsbindung abgelaufen oder zehn Jahre alt (unabhängig davon ob die eigentliche Sollzinsbindung länger ist) kann das Darlehen mit sechs Monaten Kündigungsfrist gekündigt werden und es fällt keine Vorfälligkeitsentschädigung an.